
URGETREIDE
Eine Grundlage, aus der vieles entstehen kann.
Ich mag Lebensmittel, die nicht für ein einziges Gericht im Schrank stehen. Eine gute Grundzutat lässt sich immer wieder anders verwenden, mit der Jahreszeit kombinieren und ganz selbstverständlich in den Essalltag integrieren. Genau deshalb gehört Urgetreide für mich zu einer gut durchdachten Vorratsbasis.
Was ist Urgetreide eigentlich?
Zu den sogenannten Urgetreidearten gehören unter anderem Einkorn, Emmer und Urdinkel. Es sind alte Kulturgetreide, die heute wieder häufiger angebaut und verarbeitet werden.
Für meine Vorratsbasis verwende ich unter anderem einen Mix aus Perl-Einkorn, Perl-Emmer und Perl-Dinkel – den sogenannten „Bayerischen Reis“ von Chiemgaukorn. Botanisch ist das natürlich kein Reis. Durch die Verarbeitung lässt sich das Getreide aber ähnlich unkompliziert verwenden.
Was bedeutet eigentlich „Perl-“?
Beim Perlen wird die äußere Schicht des Getreidekorns mechanisch bearbeitet. Dadurch kann das Korn Kochwasser leichter aufnehmen und muss vor dem Kochen nicht eingeweicht werden. Bei Chiemgaukorn liegt die angegebene Kochzeit beispielsweise bei etwa 20–25 Minuten.
Das gefällt mir daran: Aus einem ursprünglichen Lebensmittel wird eine Grundzutat, die auch in einen ganz normalen Alltag passt.
Warum ist Urgetreide Teil meiner Vorratsbasis?
Weil ich Grundzutaten mag, die mehr als eine Aufgabe übernehmen können. Urgetreide kann ähnlich wie Reis verwendet und mit ganz unterschiedlichen saisonalen Lebensmitteln kombiniert werden. Dadurch entsteht aus derselben Grundlage im Frühling ein völlig anderes Gericht als im Herbst.
Heute warm mit Gemüse. Morgen kalt als Salat.
Genau solche Lebensmittel möchte ich in meiner Vorratsbasis haben: Zutaten, bei denen nach einer Mahlzeit nicht die Frage entsteht, wie ich den Rest loswerde – sondern was ich als Nächstes daraus machen kann.
Was kann daraus entstehen?
Gekochtes Urgetreide kann zum Beispiel als Beilage oder Grundlage für Gemüsegerichte, Salate, Suppen, Eintöpfe oder risottoähnliche Gerichte verwendet werden. Auch Bratlinge oder gefülltes Gemüse sind möglich. Und das Korn kann noch mehr: Je nach Getreide und Verarbeitung entstehen daraus beispielsweise Mehl, Grieß, Flocken oder Pasta. Chiemgaukorn bietet Einkorn, Emmer und Urdinkel entsprechend in verschiedenen Verarbeitungsformen an. Eine Grundzutat. Viele Möglichkeiten. Genau darum geht es mir.
Darauf achte ich beim Einkauf.
Bei Grundzutaten schaue ich nicht nur darauf, was ich kaufe. Mich interessiert auch, woher ein Lebensmittel kommt, wie es verarbeitet wurde und wer dahintersteht.
Herkunft. Wo wurde das Getreide angebaut? Ist seine Herkunft nachvollziehbar? Gerade bei Lebensmitteln, die regelmäßig auf dem Teller landen, finde ich das wichtig.
Anbau. Bio-Qualität kann bei einer häufig verwendeten Grundzutat ein sinnvolles Auswahlkriterium sein.
Verarbeitung. Ganzes Korn, geperltes Korn, Flocken oder Mehl erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Ich würde deshalb nicht möglichst viele Varianten kaufen, sondern die, die ich tatsächlich regelmäßig verwende.
Packungsgröße. Wer eine Zutat erst kennenlernen möchte, kann mit einer kleinen Packung beginnen. Wird sie irgendwann selbstverständlich verwendet, können größere Gebinde sinnvoll sein.
Lagerung. Getreide sollte trocken, gut verschlossen und vor Wärme und Licht geschützt gelagert werden. Auch Chiemgaukorn gibt für seinen Urgetreide-Mix eine trockene, licht- und wärmegeschützte Lagerung an.
Regionalität & Direktvermarktung. Wenn es möglich ist, schaue ich gerne auch nach regionalen Erzeugern und Direktvermarktern. Der große Vorteil für mich: Ich kann oft viel besser nachvollziehen, wo mein Lebensmittel herkommt und wie es hergestellt wurde.
Meine persönliche Empfehlung.
Für meine Vorratsbasis verwende ich unter anderem den Urgetreide-Mix „Bayerischer Reis“ von Chiemgaukorn.
Dahinter steckt ein Bio-Hof im Chiemgau, der sich unter anderem auf alte Kulturpflanzen wie Einkorn, Emmer und Urdinkel spezialisiert hat. Der Urgetreide-Mix besteht aus geperltem Urdinkel, Emmer und Einkorn und wird vom Hersteller als regionale Alternative zu Reis angeboten. Für mich ist aber vor allem entscheidend, warum das Produkt in mein System passt: Es ist unkompliziert zuzubereiten, vielseitig einsetzbar und lässt sich mit den unterschiedlichsten saisonalen Zutaten verbinden. Ich empfehle damit nicht, dass genau dieses Produkt in jedem Vorratsschrank stehen muss. Viel wichtiger finde ich, die Kriterien dahinter zu verstehen und eine Grundzutat zu finden, die zum eigenen Alltag passt.
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GUT ZU WISSEN.
Urgetreide bedeutet nicht glutenfrei. Einkorn, Emmer und Dinkel gehören zu den glutenhaltigen Getreidearten. Auch beim „Bayerischen Reis“ werden Dinkel und weitere glutenhaltige Getreide als Allergene ausgewiesen. Für Menschen mit Zöliakie ist diese Vorratsgrundlage daher nicht geeignet.
