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Gute Ziele fühlen sich anders an.

  • vor 3 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit
Frau tanzt voller Begeisterung auf einer Brücke – Sinnbild für gute Ziele und einen selbstbestimmten Lebensweg.

Gute Ziele entstehen nicht im Außen.

Ich habe das Gefühl, wir sprechen zu selten darüber, woher unsere Ziele eigentlich kommen. Manche entstehen, weil sie gerade im Trend liegen. Andere, weil jemand im Freundes- oder Bekanntenkreis einen neuen Weg eingeschlagen hat. Und manchmal reicht schon ein einziges Video in den sozialen Medien, damit plötzlich alle glauben, genau dort läge die Zukunft.


Ich beobachte das immer häufiger und frage mich: Sind das wirklich unsere eigenen Ziele? Oder übernehmen wir manchmal einfach die Begeisterung anderer Menschen?


Zwei leuchtende Kugeln als Symbol für Anziehungskraft, Begeisterung und gute Ziele.
Visual mit Canva erstellt.

Gute Ziele ziehen uns an.

Für mich fühlen sich gute Ziele anders an. Sie entstehen nicht aus Druck. Nicht aus Vergleichen. Und auch nicht aus dem Gefühl, etwas erreichen zu müssen.


Sie entstehen aus Lust und Freude. Ich merke das sofort. Da ist plötzlich Vorfreude. Mein Herz schlägt schneller. Ich beginne nachzudenken, Ideen zu sammeln und sehe Möglichkeiten, die vorher gar nicht da waren. Deshalb begleitet mich seit einiger Zeit ein Gedanke: Gute Ziele sind die, die ich mit Lust und Freude angehe.


Offenes Buch und Tagesplaner als Symbol dafür, dass sich Begeisterung nicht planen lässt.


Begeisterung lässt sich nicht planen.

Als ich im Jahr 2019 meinen Job verloren habe, hatte ich zum ersten Mal seit vielen Jahren wirklich Zeit. Zeit, mir eine Frage zu stellen, die mich eigentlich schon seit meiner Jugend begleitet hat. Was möchte ich selbst erschaffen?


Immer war etwas wichtiger gewesen. Die Arbeit. Der Alltag. Das Leben.


Als ich mir diese Frage endlich ehrlich beantwortete, passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte. Da war plötzlich dieses Gefühl wieder. Nicht, weil ich bereits wusste, wie alles funktionieren würde. Sondern weil ich plötzlich wieder gespürt habe, dass ich meinen eigenen Weg gehen möchte.


Leuchtende Glühbirne als Symbol für Inspiration, Neugier und einen offenen Blick auf die Welt.


Ich glaube, ich gehe mit offenen Augen durch die Welt.

Oft werde ich gefragt, woher meine vielen Ideen kommen. Die Wahrheit ist:

Ich suche gar nicht nach ihnen. Ich gehe nicht durch die Welt und halte Ausschau nach dem nächsten Projekt. Ich lasse mich einfach begeistern.


Mal ist es ein Hotel, das Menschen auf besondere Weise zusammenbringt.

Mal ein Unternehmen mit einer außergewöhnlichen Kultur.

Mal ein Garten.

Ein Gespräch.

Ein Buch.


Oder einfach ein Mensch, der das liebt, was er tut. Ich nehme diese Begeisterung mit nach Hause. Nicht, um sie zu kopieren. Sondern um mich zu fragen: Was begeistert eigentlich mich daran? Und genau daraus entstehen oft meine eigenen Ziele.


Ein Vater sitzt mit seiner Tochter am Meer und erlebt einen Moment voller Nähe, Freude und Lebendigkeit.

Begeisterung ist Lebendigkeit.

Ich kann gar nicht genau erklären, woran ich echte Begeisterung erkenne. Ich finde, man spürt sie.


In der Art, wie Menschen sprechen.

Wie sie lachen.

Wie ihre Augen leuchten.

Oder wie sie von einer Idee erzählen.


Vielleicht kann man Begeisterung gar nicht messen. Aber man merkt sofort, wenn sie fehlt. Für mich gehört sie zum Lebendigsein dazu. Wenn ich mich für das, was ich tue, oder für den Menschen, der ich bin, nicht mehr begeistern kann, dann verschwindet nach und nach auch meine Lebensfreude. Und ohne Lebensfreude fühlt sich für mich auch das Leben selbst ein Stück weniger lebendig an. Und ohne Lebensfreude gibt es auch keine eigenen Ziele.


Schriftzug „Spread Love“ als Symbol dafür, dass Begeisterung, Freude und positive Energie auf andere Menschen überspringen können.

Warum Begeisterung uns zu unseren Zielen führt.

Vielleicht sprechen wir in unserer Gesellschaft viel zu selten über Begeisterung.

In Unternehmen reden wir über Fachkräftemangel, Produktivität und neue Strategien.

Vielleicht liegt der größte Wettbewerbsvorteil eines Unternehmens gar nicht in seiner Strategie. Sondern darin, ob Menschen morgens gerne zur Arbeit kommen.


Dasselbe beobachte ich in Schulen. Ich frage mich manchmal, warum wir in Schulen so viel Energie darauf verwenden, alle gleich zu unterrichten. Kinder, die sich begeistern, brauchen oft gar keinen Druck.


Auch die Wissenschaft zeigt seit Jahren, dass Emotionen und Lernen eng miteinander verbunden sind.


Vielleicht ist Begeisterung deshalb gar kein nettes Extra. Vielleicht ist sie eine Voraussetzung dafür, den Weg zu unseren Zielen zu finden.


Michaela Maria Prambs steht auf einem hohen Berg und blickt in die Weite – ein Symbol für Mut, eigene Ziele und neue Perspektiven.

Mein Gedanke für diese Woche.

Ich wünsche mir, dass wir wieder öfter den Mut haben, unsere eigenen Ziele zu hinterfragen. Nicht jedes Ziel, das gerade modern ist, muss auch zu unserem Leben passen. Vielleicht sollten wir uns viel öfter fragen:


Wofür schlägt mein Herz schneller?


Denn ich glaube, gute Ziele sind nicht die, die uns von außen beeindrucken. Gute Ziele sind die, die wir mit Lust und Freude angehen.


Bye, eure Michaela


Das Buch EINFACHHEIT zeigt die bewusst gestaltete Vorratsbasis und daraus entstehende saisonale Gerichte – für einen einfacheren und bewussteren Alltag.

Wenn dich diese Gedanken begleiten, findest du in meinem Buch EINFACHHEIT inspirierende Impulse für einen bewussteren Essensalltag.

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